Schon mal ein Tipp fürs nächste Jahr - Ihr kleiner Nutzgarten – auch auf dem Balkon

von Anja Keilhack (Kommentare: 0)

Vogel

Wünschen Sie sich auch, Zucchini, Kräuter, Karotten oder sogar Kartoffeln zu ernten? Sie haben aber nur einen kleinen Garten, vielleicht auch nur einen Balkon oder es fehlt Ihnen die körperliche Kraft, den Boden zu beackern? Dann gibt es für Sie jetzt die neuen Hilfsmittel im Gartenfachmarkt, mit dem Sie auch auf kleiner Fläche und ohne viel Aufwand etwas Hobbylandwirtschaft betreiben können. Übrigens können Sie fast das ganze Jahr damit beginnen. Lediglich in der Winterzeit ruht ihr Mini-Acker. Natürlich können Sie im Spätsommer auch Ihre Blumenbeete nutzen, wenn die Blütenpracht der einjährigen Pflanzen vergangen ist. Juli und August sind nämlich die Monate für Spinat, Grünkohl und Rosenkohl. Ihr Herbstgemüse ist dann noch vor dem Winter gewachsen. Im Februar sind schon wieder Lauch, Zwiebeln und Kohl an der Reihe, die Sie im Haus aussäen können. Im April dürfen die Pflänzchen dann nach draußen.

Ein Kartoffelacker ohne körperliche Arbeit?

Ganz ohne Arbeit geht es nicht, aber Sie müssen Ihren Boden nicht mit dem Spaten bearbeiten. Heute gibt es Pflanzsäcke oder auch praktische Töpfe, in denen Ihre Kartoffeln sehr gut gedeihen und sich auch ohne viel Kraftaufwand ernten lassen. Eine Knolle ergibt für gewöhnlich ein Kilogramm Kartoffeln. Wenn Sie Kinder haben, sollten Sie Ihren Nachwuchs an diesem Vergnügen teilhaben lassen. Von dem Ergebnis werden Sie alle begeistert sein, denn diese Kartoffeln schmecken besonders gut. Sie brauchen pro Kartoffel einen Reissack oder einen hierfür extra vorgesehenen Sack aus dem Gartenmarkt. Hinein müssen zunächst 15 Liter Komposterde und 15 Liter Gartenspezialerde. (Insgesamt brauchen Sie pro Sack und Kartoffel von beiden Sorten Erde je 30 Liter) Entscheiden Sie sich aber für Kartoffeln, die bereits getrieben haben. Mischen Sie die Erde gut durch. Das geht einfacher, wenn Sie dafür einen zusätzlichen Behälter haben, in dem Sie kleine Mengen mischen, bevor Sie die Erde in den Pflanzsack füllen. Krempeln Sie den Sack so um, dass der Rand nur ein paar cm über die Erde ragt. So fällt nichts heraus und die Kartoffel in der Erde bekommt genug Licht. Stecken Sie die Kartoffel (Keim nach oben) etwa 8 cm in die Erde, decken Sie sie mit Erde zu und gießen sie großzügig. Vermeiden Sie ab jetzt Staunässe und Trockenheit. Mit großer Wahrscheinlichkeit müssen Sie regelmäßig gießen, vor allem wenn Ihre Kartoffeln keinen Regen abbekommen. Sobald Ihre Kartoffelpflanze 30 cm hoch ist, ziehen Sie den Rand des Sackes weiter nach oben und füllen Sie die restliche Erde auf. Wenn Sie Ihren Balkon für Ihr Urban Gardening nutzen möchten, begrenzen Sie die Zahl der Säcke, um kein Risiko wegen des Gewichtes für Ihren Balkon einzugehen.

Kartoffelpflanztöpfe für noch weniger Arbeit

Ganz einfach gelingt das Pflanzen von Kartoffeln in speziellen Töpfe, die aus zwei Teilen bestehen. Der innere Topf ist nur ein Gerüst, sodass Sie die Kartoffeln von außen ernten können. Der äußere Topf verhindert, dass das Wasser (und die Erde) austreten können. Wenn Ihnen ein sehr sauberer Balkon wichtig ist oder Sie austretendes Wasser fürchten, sind Sie mit diesen Töpfen sehr gut beraten.

Wann ist Kartoffelzeit?

Ihre Kartoffeln können in die Erde, wenn der Boden nicht mehr gefriert. Die Ernte erfolgt dann, wenn das Kraut verdorrt ist. Das wird gut drei Monate später der Fall sein. Sie können die Kartoffeln aber auch früher ernten. Diese Frühkartoffeln sind nach etwa zwei Monaten fertig. Ein Test hilft. Wenn Sie über die Kartoffel reiben, muss die Schale fest bleiben. Kartoffeln mit grünen Stellen können Sie nicht verwenden und Frühkartoffeln auch nicht lagern. Sie müssen innerhalb weniger Tage verzehrt werden.

 

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