Grüne Soße – die Zutaten aus Ihrem Garten oder der Fensterbank

von Anja Keilhack (Kommentare: 0)

Wenn Sie nicht gerade im Frankfurter Raum wohnen, kennen Sie womöglich die Grüne Soße nicht. Diese hessische Spezialität darf bei keinem Grillabend fehlen und - ganz ehrlich – sie ist auch für die abendliche Brotzeit perfekt geeignet. Bevor wir uns mit der Rezeptur befassen, möchten wir Ihnen sagen, dass wir uns mit verschiedenen Tipps befasst haben. Im Ergebnis dürfen wir feststellen, dass es viele Abweichungen gibt, die eine Gemeinsamkeit haben: Die Grüne Soße schmeckt immer großartig.

Testen Sie die Fertigprodukte

Ausnahmsweise an dieser Stelle geben wir Ihnen den Tipp, zuerst eine fertige Mischung zu testen. Eine solche Kräutermischung finden Sie in gut sortierten Supermärkten in der Kräuterabteilung oder beim Gemüse. Das Paket kostet etwa 3 Euro und beinhaltet eine recht bunte Kräutermischung. Recht sicher finden Sie darin Petersilie, Schnittlauch, Pimpinelle, Dill, Sauerampfer und Borretsch. Hacken Sie diese frischen Kräuter klein und vermischen Sie alles mit Schmand und etwas Sahne. Zur Menge: Auch hier gehen die Meinungen erheblich auseinander. Für 250 g Kräuter haben sich 250 Sahne und 50 g Schmand bewährt. Vielleicht schmeckt es Ihnen aber auch anders besser. Das Ergebnis dann bitte mit Salz und Pfeffer abschmecken und schon ist Ihre Grüne Soße fertig. Nun zu Ihnen. Sie werden die verschiedenen Kräuter herausschmecken. Deshalb raten wir zu Variationen. Sehr bewährt hat sich für die zusätzliche Würze übrigens ein EL Senf. In ihrem Ursprung wird die Grüne Soße schließlich zu gekochten Eiern gegessen. Sie schmeckt aber auch sehr gut zu Grillfleisch und Grillgemüse. Aber auch Fladenbrot lässt sich hervorragend mit der Kräutermischung aufpeppen.

Eigene Kräuter für Ihre Spezialkreation

Jetzt im Mai können Sie alle benötigten Kräuter und auch weitere im Garten sähen. Auf der Fensterbank wachsen sie um diese Jahreszeit natürlich noch besser. Wenn Sie die Kräuter im Topf erwerben, warten Sie bis Mindestens Ende Mai, bis Sie die Kräuter draußen umtopfen. Für Ihre eigene Saatmischung nehmen Sie bitte nicht die kleinen Torfbecher, auch wenn sie praktisch sind. Die meisten Kräuter wachsen schlecht darin. Aus unserer Erfahrung nimmt der Kerbel den Torfbecher noch an, alle anderen nur sehr zögerlich. Holen Sie sich lieber aus dem Gartenbaumarkt die günstigen oder kostenlosen Kunststofftöpfe. Sehr viel schöner und ökologischer sind natürlich Tontöpfe. Sie haben Kinder? Bemalen Sie die Töpfe und versehen Sie sie mit den praktischen Namensschildern. Dann wissen Sie auch nach einer Woche noch, was da gerade wächst, besonders, wenn Sie mit Kräutern experimentieren, die Sie nicht gut kennen. Die Erde sollte nicht zu gehaltvoll sein. Achten Sie außerdem im Haus darauf, dass die Umgebung nicht zu warm sind. Die Heizung von unten mögen Kräuter z. B. nicht bzw. zu sehr. Sie wachsen dann zu schnell und sind instabil. Für den nötigen Abstand zur Heizung können Sie über kleine und handliche Regale sorgen. Die Küchenabteilung eines bekannten nordeuropäischen Möbelhauses bietet dazu hilfreiche und leicht zu verschraubende Miniregale, die sich für diesen Zweck gut eignen. Es gibt sie auch in verschiedenen Größen zu günstigen Preisen.

Welche Kräuter haben sich noch bewährt

Wir haben ein wenig experimentiert. Rosmarin und Currykraut lassen sich schlecht verarbeiten, das wissen Sie sicher. Deshalb sind sie für die Grüne Soße nur bedingt geeignet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie im Anschluss zu große Stücke in der Grünen Soße zurückbehalten, besteht und dann schmeckt es nicht. Verwenden Sie also nur Kräuter, die Sie leicht klein hacken können. Wenn Sie Zwiebelgeschmack nicht mögen, reduzieren Sie den Schnittlauch oder lassen Sie ihn ganz weg. Mehr Würze bekommen Sie durch Kerbel und Koriander.

Ein paar Tipps zum Schluss

Verwenden Sie Borretsch sparsam. Er schmeckt zwar sehr gut, enthält aber Alkaloide, die die Leber belasten. Ein Blatt Borretsch genügt auf 250 g Kräuter. Borretsch hat einen leicht gurkigen Geschmack. Sie können Ihn auch weglassen und stattdessen den Anteil von Dill erhöhen. Statt Haushaltssalz können Sie auch Rauchsalz verwenden, ganz besonders, wenn Sie die Grüne Soße zum Grillen verwenden möchten, denn der Geschmack wird so noch intensiver. Als Snack für zwischendurch können Sie Brotscheiben vom Vortag in den Backofen legen. Backen Sie sie kurz und bestreichen Sie die Scheiben mit Olivenöl. Reiben Sie anschließend mit einer aufgeschnittenen Knoblauchzehe darüber und streuen Sie ein paar Käseraspeln darüber. Nun haben Sie krosse Chips für Ihren tollen Dipp.

 

 

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