Gartenarbeit ohne Knie- und Rückenschmerzen

von Anja Keilhack (Kommentare: 0)

Gartenarbeit ist anstrengend. Wenn Sie sich nach getaner Arbeit umsehen, können Sie zwar sehen, was Sie geleistet haben, Sie spüren es aber auch. Der Rücken schmerzt, die Knie ebenfalls und mit etwas Pech spüren Sie die Anstrengung auch noch am nächsten Tag. In diesem Blogbeitrag wollen wir Ihnen zu schmerzfreier Gartenarbeit verhelfen. So können Sie sich nämlich nicht nur am Anblick Ihres Gartens erfreuen, Sie können das Ergebnis auch schmerzfrei genießen. Los geht’s.

Es beginnt mit den Gartengeräten

Prüfen Sie zuerst, ob die Gartengeräte überhaupt zu Ihrer Körpergröße passen. Schaufeln, Harken und alle langstieligen Geräte sollten solche Maße haben, dass Sie im Stehen arbeiten können, ohne sich zu bücken. Gebücktes Arbeiten mit Kraft ist für den Rücken enorm anstrengend, selbst wenn Ihr Rücken eigentlich gesund ist. Tauschen Sie zu kurze Stiele aus. Sind bei Ihnen mehrere Personen mit der Gartenarbeit betraut, gönnen Sie sich Zweitgeräte in der passenden Größe.

Achten Sie auf die Zeit!

Arbeiten Sie nicht länger als 30 Minuten in einer Position. Wenn sich früher Schmerzen einstellen, verändern Sie Ihre Körperhaltung oder brechen Sie die Aufgabe ab und machen Sie etwas anderes. Sie müssen den Rasen nicht an einem Tag mähen. Es ist auch nicht nötig, alle Blumenzwiebeln an einem Tag zu setzen. Ihre Belastungsgrenze sollte der Maßstab sein. Verkürzen Sie vor allem Arbeiten, bei denen Sie sich kaum bewegen, denn sie fördern eine verkrampfte Körperhaltung, was zu schmerzhaften Muskelschmerzen führen kann. Auch wenn Sie gerne durcharbeiten wollen, damit Sie schneller fertig sind, legen Sie Pausen ein.

Zeigen Sie Haltung!

Wenn Sie etwas heben, heben Sie aus dem Knie heraus und halten Sie den Rücken gerade. Holen Sie sich Hilfe bei allem, was Ihnen sehr schwer vorkommt. Denken Sie an Ihre Bandscheiben. Ein Bandscheibenvorfall macht Ihre Pläne für die Gartenarbeit mit Sicherheit zunichte. Füllen Sie die Gießkanne nur halb, die zusätzlichen Wege sind gut für die Gesundheit, einseitiges schweres Tragen hingegen nicht. Sie hantieren mit Gartenerde? Tragen Sie die Säcke nicht aus dem Auto in den Garten, sondern verwenden Sie die Schubkarre. Wenn Sie einen festen Gehweg haben oder auf der Terrasse Kübel verrücken müssen, besorgen Sie sich dafür ein Rollbrett. Zerren Sie nicht die Kübel von Hand. Gerade ruckartige Bewegung mit Kraft sind Gift für den Rücken.

Hochbeete, nicht nur für Rückenkranke

Wenn Sie Blumen, Kräuter und Nutzpflanzen ziehen, überlegen Sie sich, ob Hochbeete für Sie nicht besser geeignet sind. Zwar sind dafür Investitionen nötig, aber mit diesen Beeten macht das Gärtnern richtig Spaß und es schont Rücken und Knie. Hochbeete können Sie vorgefertigt kaufen oder Sie schauen sich im Baumarkt um und kaufen Ihr Zubehör dort. Das gilt übrigens auch für Pflanztische. Der Gartenfachmarkt bietet robuste bis zauberhafte Pflanztische, an denen Sie rückenschonend umtopfen können. Solche Tische bieten oft auch Aufhängevorrichtungen für kleine Gartengeräte und Schubladen für weiteres Zubehör. Wenn Sie eine preisgünstige Alternative suchen, entscheiden Sie sich für einen klassischen Biertisch. Streichen Sie ihn mit einer wasser- und wetterfesten Farbe nach Ihren Vorstellungen, dann kann er das ganze Jahr draußen stehen. Schrauben Sie Haken und Ösen an die Seiten, so können Sie kleine Schaufeln und Scheren dort aufhängen. Eine praktische Waschschüssel aus Kunststoff oder Metall für die Erde findet auf diesen großzügigen Tischen genügend Platz, sodass Sie bequem hantieren können.

Weitere Gesundheitstipps gegen Rückenschmerzen bei der Gartenarbeit

Strecken Sie sich hin und wieder. Stemmen Sie auch die Hände in die Hüfte und drehen Sie den Oberkörper abwechselnd langsam nach rechts und nach links. Schauen Sie dabei in die Richtung, in die Sie sich drehen. Heben Sie abwechselnd die Arme und greifen Sie, als wollten Sie in großer Höhe mit einer Hand Wäsche aufhängen. Wiederholen Sie die Übung mehrmals. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Rücken warm bleibt. Gerade im Sommer und wenn Sie bei der Gartenarbeit schwitzen. Der Windhauch, der über Ihren Rücken streift, kann sich in diesem Moment angenehm anfühlen, für Ihre Rückenmuskulatur ist er aber wirklich ungesund.

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