Achten Sie auf Ihre Buchsbäume!

von Anja Keilhack (Kommentare: 0)

Ihr Garten ist jetzt besonders schön. Vor allem an warmen Tagen mit strahlend blauem Himmel sollten Sie sich auch die Zeit nehmen, Ihren Garten zu genießen. Damit er so schön bleibt, sollten Sie auf Schädlinge achten. Die meisten lassen sich gut und ökologisch unbedenklich beseitigen. Werden sie aber zu spät entdeckt, drohen unschöne Folgen. Das gilt besonders für eine recht junge Gefahr, den gefräßigen Buchsbaumzünsler.

Buchsbaum in diesem Jahr besonders gefährdet

Er sieht harmlos aus, hat aber für den Buchsbaum schlimme Folgen, der Buchsbaumzünsler. Wenn Sie wissen möchten, ob Ihre Region betroffen ist, kontaktieren Sie die Landwirtschaftskammer. Dort ist man bereits alarmiert, denn die Ausbreitung ist beunruhigend. Dabei gibt es Zünsler erst seit 10 Jahren überhaupt in unseren Breitengraden. Er stammt ursprünglich aus Asien und wurde durch befallene Pflanzen eingeschleppt, die sich vermutlich auf einem Containerschiff befunden haben. Die Verbreitung erfolgt durch den Schetterling des Zünslers, der seine Eier nur im Buchsbaum ablegt. Die geschlüpften Raupen fressen den Buchsbaum anschließend kahl und die Pflanze stirbt ab. Ungünstigerweise produziert der Zünsler drei Generationen pro Jahr. Das beschleunigt die Ausbreitung. Natürliche Feinde hat der Buchsbaumzünsler hierzulande nicht.

Als Grund dafür wird vermutet, dass die Raupe durch ihre Fressgewohnheiten für Vögel unverträglich ist.

Daran erkennen Sie den Befall

Der Falter ist hauptsächlich weiß mit dunklem Flügelrand. Auch der Kopf ist dunkel. Er hat eine Größe von vier bis fünf Zentimetern. Diese Tiere haben nur eine Lebenszeit von etwa neun Tagen. In dieser Zeit legt der Falter seine Eier. Dazu sucht sich das Weibchen Buchsbäume, die noch nicht befallen sind. Die Eier legt sie dann vor allem an den äußeren Blättern des Buchsbaums ab.

Sind die Pflanzen befallen, können Sie Fraßstellen an den Blättern sehen. Außerdem werden Sie wahrscheinlich „Spinnweben“ entdecken. Die Raupen selbst sind nicht immer gleich zu finden, denn sie reagieren auf Erschütterungen in der Umgebung und wandern dann sehr schnell Richtung Stamm. Sollten Sie also Fraßspuren sehen aber keine Zünsler, schieben Sie ein paar Äste an die Seite und schauen noch einmal nach. Sie brauchen sich also nicht anschleichen. Die Raupen des Buchsbaumzünslers sind grün mit schwarzen Streifen und Punkten auf dem Rücken. Nach dem Schlüpfen sind sie etwa acht Millimeter lang, erreichen aber im ausgewachsenen Stadium eine Länge von etwa fünf Zentimetern. Eine einzige Raupe frisst während ihrer Entwicklung etwa 45 Blätter. Sind alle Blätter aufgefressen, frisst der Zünsler auch die Rinde. Spätestens jetzt ist der Buchsbaum nicht mehr zu retten. Zum Winter spinnen sich die Raupen ein und und überwintern in diesem Kokon.

Was hilft gegen den Zünsler

Wenn Sie Buchsbaum im Garten haben, kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig. Prüfen Sie Buchsbäume sehr genau, die sie kaufen möchten. Experten raten derzeit auch, keine Buchsbäume zu anzuschaffen, die die massive Ausbreitung durch hohe Buchsbaumbestände noch beschleunigt wird. Sollten Sie Buchsbäume durch den Zünsler verloren haben, ersetzen Sie den Verlust durch andere Pflanzen. Bei einem Befall können die Raupen absammeln, solange es nicht zu viele sind. Allerdings sind die Raupen schnell. Sie können auch versuchen, den Buchsbaum mit einem Hochdruckreiniger abzuspritzen, wenn er stabil genug ist. Die Raupen müssen Sie anschließend allerdings vom Boden aufsammeln. Schneiden Sie befallene Buchsbäume stark zurück und sammeln sie verbliebene Raupen ab. Mit etwas Glück treibt der Buchsbaum neu aus. Die abgeschnittenen Zweige und Äste sollten sie verbrennen, denn daran könnten sich weitere Eier befinden. Ist das nicht möglich, packen Sie alles in Plastiksäcke, die fest verschlossen werden, bis eine Entsorgung möglich ist.

Gift gegen den Buchsbaumzünsler?

Es gibt keine chemischen Mittel, die direkt gegen den Zünsler entwickelt wurden. Nur wenige haben sich bislang überhaupt als wirksam gegen den Schädling erwiesen. Bitte bedenken Sie auch, dass diese Gifte fast immer auch für Bienen und andere Nützlinge tödlich sind. Gerade vor dem Hinblick des Insektensterben, ist der Einsatz kaum noch zu vertreten. Eine Möglichkeit bieten Mittel, die mit Neem wirken. Der Wirkstoff stammt aus den Samen des Neembaums und wird erfolgreich bei der ökologischen Bekämpfung von Schädlingen eingesetzt. Es gibt eine Reihe von Herstellern, die auf dieser Basis Mittel gegen den Zünsler auf den Markt gebracht haben.

 

 

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